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Forschung & Entwicklung Angefangen hat alles mit den ersten beiden vom Kaiserlichen Patentamt
erteilten Patenten der Jahre 1910
und 1913.
Bei GERB wird in der Regel keine Grundlagenforschung betrieben, sondern wir legen grossen Wert darauf, möglichst mit hohem Realitätsbezug zu forschen. Natürlich hat sich GERB in der Vergangenheit - und wird dies auch in der Zukunft tun - an Forschungsprojekten beteiligt, die zusammen mit Universitäten und Technischen Hochschulen durchgeführt werden. Ein Beispiel war ein Projekt über die elastische Lagerung eines mehrstöckigen Wohnhauses über einer U-Bahn-Linie auf Basis von Stahlfederelementen und VISCO® Dämpfern. Mitte der 80er Jahre war dieses unter der Obhut von Prof. Stühler, TU Berlin durchgeführte Vorhaben der Einstieg in das Arbeitsgebiet der Schwingungsisolierung von Gebäuden. Eine weitere wichtige Aufgabe unserer Forschungs- und Entwicklungsabteilung ist es, im Rahmen von Neuentwicklungen von VISCO® Dämpfern und Federelementen die maßgebenden Kenngrößen meßtechnisch zu ermitteln und gegebenenfalls Berechnungsverfahren zu entwickeln oder zu verifizieren. Hierfür stehen eine Anzahl von Prüfständen zur Verfügung, die sich an die jeweiligen Anforderungen anpassen lassen.
Weitere Photos unserer Prüfstände finden Sie in der Photogalerie dieses Bereiches. Regelmässige Kontakte zu Prüfzentren im In- und Ausland
bestehen und werden nach Bedarf genutzt. Eines der spektakulärsten Beispiele der jüngeren Zeit ist die Millennium Bridge in London, einer von Sir Norman Foster konstruierten Fußgängerbrücke über die Themse, die unmittelbar nach Inbetriebnahme wegen starker Schwingungen wieder geschlossen werden mußte. Um die dort aufgetretenen Schwingungsprobleme erfolgreich unter Kontrolle zu bringen, wurde ein ausgeklügeltes System entworfen.
Zunächst wurde beabsichtigt, die aufgetretenen Probleme mittels
vier mehrdimensional wirkender Schwingungstilger unter Kontrolle
zu bringen. Hierfür wurde von GERB ein Prototyp (siehe
Abb.2) entwickelt. Obwohl die damit vor Ort durchgeführten
Messungen erfolgversprechend waren, entschied sich der Bauherr für
eine alternative Lösung.
Weiter wurde vom Endkunden ein umfangreiches Meß- und Prüfprogramm gefordert, um die Einhaltung der geforderten Toleranzen hinsichtlich Frequenz, Masse und Dämpfung der Tilger nachzuweisen. Durch ausführlichen Tests nach Einbau des Tilgersystems wurde
die Funktionstüchtigkeit bewiesen. Die Jahrhundert-Brücke
konnte nach Einbau dieser Tilger wieder freigegeben werden.
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